Wunder in Myanmar
Frau nach 90 Stunden gerettet
(01.04.2025) In Myanmar herrscht Chaos und Trauer nach einem schweren Erdbeben. Mehr als 90 Stunden nach der Katastrophe gelang es den Einsatzkräften, eine Frau aus den Trümmern zu retten. Das ist ein echtes Wunder! Die Rettungskräfte brachten die Frau Anfang 60 ins Krankenhaus. Das Beben am Freitag mit einer Stärke von 7,7 hat bereits 2.719 Menschenleben gefordert, wie die Regierung von Myanmar mitteilt.
Schweigeminute für die Opfer
Heute hielten Tausende Menschen eine Schweigeminute um genau 12.51 Uhr Ortszeit ab, um der Opfer zu gedenken. Die Situation vor Ort bleibt erschreckend: Immer noch werden über 440 Menschen vermisst, und die Hoffnung schwindet, sie lebend zu bergen. Junta-Chef Min Aung Hlaing befürchtet, dass die Zahl der Toten über 3.000 steigen könnte.
Die Situation vor Ort ist kritisch. Die Leichensäcke gehen aus und der Verwesungsgeruch erfüllt die Luft, berichtet Human Rights Watch. "Selbst nach einer schrecklichen Naturkatastrophe versetzt die Militärregierung die Bevölkerung in Angst", so Bryony Lau, stellvertretende Asien-Direktorin der Organisation.
Hilfsmaßnahmen erschwert
Ärzte ohne Grenzen und andere Organisationen drängen darauf, die humanitäre Hilfe zu verstärken. Doch die herrschende Junta blockiert die Unterstützung teilweise oder leitet Hilfsgelder für eigene Zwecke um, wie Myanmar Now berichtet. Trotz internationaler Hilfslieferungen bleibt die Notlage groß.
In Thailand gehen die Sucharbeiten weiter, nachdem dort ein Hochhaus in der Hauptstadt Bangkok ebenfalls erschüttert wurde. Leider wurden weitere Opfer entdeckt: Fünf Tote befinden sich unter den Trümmern. Neue Sicherheitsmaßnahmen und der Einsatz von Hundestaffeln, Sonargeräten sowie Spezialkameras geben Hoffnung, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, Überlebende zu finden, gering.
(fd/apa)