Wels: Zu Prostitution genötigt

Mit Freundin 300k verdient

(27.02.2025) Ein 20-Jähriger steht wegen des Verdachts der Förderung der Prostitution von Minderjährigen vor Gericht. Der junge Mann soll seine damals 17-jährige Freundin als Prostituierte vermittelt haben.

Schockierender Vorwurf

Am Landesgericht Wels wurde der Beschuldigte am Donnerstag präsentiert. Der Staatsanwalt las schwere Vorwürfe vor: Der Angeklagte soll seine Freundin zwischen Mai 2022 und April 2023 mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich an verschiedene Männer vermittelt haben. „Das Opfer wollte das nicht“, so die Anklage.

Wie kam es dazu? Der 20-Jährige fand das Handy seiner Freundin und entdeckte die App „My Sugar Daddy“. Diese Plattform bringt angeblich junge Frauen mit wohlhabenden Männern zusammen. Der 20-Jährige erkannte schnell die Möglichkeit, ein „Geschäftsmodell“ aufzubauen.

Hohe Einnahmen

Für jedes Treffen kassierte er bis zu 1.500 Euro. Insgesamt soll er mehr als 300.000 Euro verdient haben. Das Geld wollte er angeblich für eine gemeinsame Zukunft sparen, tatsächlich gab er es für Partys und Autos aus. „Das Geld war nie für sie gedacht“, stellte der Richter klar.

Urteil

Der Prozess wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Nach kurzer Beratung wurde der 20-Jährige zu zwei Jahren Haft verurteilt, davon acht Monate unbedingt. Mildernd wirkte sein Alter, jedoch nicht seine fehlende Reue. „Ihre Einsicht ist nicht glaubwürdig“, so der Richter.

(fd)

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