BGLD: Rekrut im Koma!

Gardesoldat (21) auf Intensiv

(27.02.2025) Ein 21-jähriger Rekrut des Bundesheers liegt seit Dienstag im Koma. Der junge Soldat, der erst seit 7. Jänner bei der Garde dient, wurde mit hohem Fieber in die Klinik Landstraße in Wien eingeliefert. Experten vermuten Meningitis, eine gefährliche Hirnhautentzündung. Die Angehörigen des Soldaten sind verständigt und erhalten Unterstützung.

Zustand verschlechtert sich

Am Montagabend klagte der Rekrut in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne über hohes Fieber. Zunächst wurde er ins Sanitätszentrum Ost in Stammersdorf gebracht. Doch sein Zustand verschlechterte sich dramatisch. Heeressprecher Marcel Taschwer erklärte: "Das Bundesheer ist tief betroffen und drückt den Angehörigen seine Anteilnahme aus."

Vorsichtsmaßnahmen ergriffen

Um eine mögliche Ansteckung zu verhindern, wurde das Umfeld des Soldaten prophylaktisch mit Antibiotika behandelt. Weitere Erkrankungen im Bundesheer sind nicht gemeldet worden. Die Ansteckung sei vermutlich außerhalb der Kaserne erfolgt. Der Rekrut hatte von Impfangeboten gegen Meningokokken nicht Gebrauch gemacht.

Meningokokken-Infektion

Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist das Risiko einer Meningokokken-Infektion jedoch gering. Man benötigt engen Kontakt zu einem Infizierten, um sich anzustecken. In Österreich wurden 2023 bisher 16 Fälle invasiver Meningokokken-Erkrankungen verzeichnet, ohne Todesfälle. Das Bundesheer wird die Lage weiterhin genau beobachten und die Impfungen im Umfeld des Rekruten erneuern.

(fd/apa)

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